Stärken und Schwächen des Programms “Waisenbetreuung”

Admin

03 November 2020

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Ausgehend von der Tatsache, dass alle weltlichen Gesetze und Bestimmungen hinsichtlich Richtig und Falsch sowie in Bezug auf die absolute Genauigkeit relativ sind im Vergleich zu den göttlichen Gesetzen und Bestimmungen, haben die Bemühungen sowie Beiträge der Akteuere im karitativen Bereich sowie in den Bereichen Zivilgesellschaft und Gemeinnützigkeit, trotz ihrer Grundbedeutung und meist gelobten Stärke, einige Aspekte der Schwäche im Hinblick auf die Ausführung.

Der Philosophie der Stärke und Schwäche für die gemeinnützigen Vereine im Allgemeinen und insbesondere für jene, die sich die Waisenbetreuung als Aufgabe auf die Fahne geschrieben haben, ist eine große Bedeutung beizumessen. Daher ist es die Pflicht der agierenden Akteure, sich dieser anzunehmen und stets auf sie zu achten, insbesondere, wenn ein aufrichtiger Wille vorhanden ist, den nächsten Schritt eines effektiven institutionellen Übergangs in Angriff zu nehmen.

Der “Deutsch-marokkanische Verein für Waisenbetreuung” besitzt wie sein Kooperationspartner “Marokkanischer Verein für Waisenbetreuung – Marrakesch” eine Reihe von Aspekten der Stärke, von denen wir einige Beispiele anführen werden:

Die geistige Unabhängigkeit:

Die geistige Unabhängigkeit gilt seit Gründung als wichtigster Wert des Vereins. Die Bedeutung dieses Wertes, besteht darin, dass die karitative Arbeit unabhängig von der politischen, parteiischen oder konfessionellen Gesinnung erfolgen muss, da man sonst Gefahr läuft, dass die Glaubwürdigkeit, was ja das Kapital des Vereins ausmacht, in Frage gestellt wird.

Die finanzielle Tansparenz:

Die finanzielle Transparenz ist ebenso wichtig wie die geistige Unabhängigkeit. Der Verein gibt bei all seinen Finanztransaktionen mit Hilfe der Finanzabteilung Acht auf die finanzielle Transparenz, sei dies mit den Bürgen, Geschäftspartnern oder hinsichtlich der Dienstleistungen, die der Verein den Waisenfamilien bietet.

Die Finanzabteilung verkörpert diese Transparenz, indem sie den Spendern bzw. Wohltätern Zahlungsbelege aushändigt, unabhängig davon, ob die Zahlung in Bar oder als Überweisung getätigt wurde. Die Finanzabteilung geht noch weiter, indem sie den direkten Kontakt zwischen Bürgen und Familie herstellt. Dieser Schritt bietet dem Bürgen die Gelegenheit, sich ein Bild von der Situation der Familie aus nächster Nähe zu machen und sich darüber zu informieren, ob die vereinbarten Hilfen ankommen und ob die vertraglichen Vereinbarungen eingehalten werden.

Die Komponenten “finanzielle Transparenz” und “geistige Unabhängigkeit” stellen die wichtigsten Bausteine im Verwaltungsprozess dar und ihr Vorliegen untermauert die Glaubwürdigkeit jeder karitativen Organisation.

Das genossenschaftliche Prinzip:

Um das Projekt “Bürge” zu erleichtern und um jene nicht zu überlasten, die sich verpflichtet haben, den Waisen und ihre Familien zu unterstützen, verfolgte der Verein bei der Ausführung seiner Arbeit das genossenschaftliche Prinzip.

Der Verein sieht für eine 3 bis 4 köpfige Familie einen monatlichen Betrag von 700 MAD (etwa 70 EUR) vor. Von diesem Betrag werden Lebensmittelversorgungen (Grundnahrungsmittel) für einen Monat, ein Teil der medizinischen Versorgung, Schulkosten, Kleidung, Matratzen und Decken sowie das Opfertier gedeckt. Anhand dieser Aufteilung wird ersichtlich, dass der Teil der medizinischen Versorgung beispielsweise bzw. Matratzen und Decken nicht immer Gegenstand der monatlichen Versorgung sein wird, sondern er wird zur Unterstützung von anderen Familien verwendet, die einer umgehenden Intervention bedürfen, sei dies medizinischer Art oder um die Wohnsituation zu verbessern. Somit wird dieser Überschuss im Sinne anderer Familien investiert, die es am nötigsten haben.

Diese Alternative zeigt die Bedeutung des genossenschaftlichen Prinzips aus Sicht des Vereins in Bezug auf Waisenbetreuung, das einerseits den meisten Begünstigten und Wohltätern ermöglicht, davon zu profitieren, und andererseits dem Verein die Möglichkeit bietet, im richtigen Moment zu reagieren, um Familien, die noch keinen Bürgen haben, oder jene, die sich keine medizinische Versorgung bzw. die Grundausstattung ihrer Wohnung leisten können, unter die Arme greifen.

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