Opfertier für Waise

Admin

04 November 2020

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Anlässlich des Opferfestes stellen sich immer wieder einige Fragen: Gilt die Initiative des Vereins „Opfertier für Waisen“ nicht als Luxus? Wäre es nicht angebracht, diese saisonalen Bemühungen anderweitig bzw. in wichtigere Bereiche zu investieren? Sind die Waisenfamilien aufgrund ihrer schwierigen finanziellen Situation überhaupt verpflichtet, ein Opfertier bereitzustellen?

All diese Fragen und andere stellen sich einige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten.
Zunächst müssen wir uns vor Augen führen, dass das Opferfest nach Meinung der Gelehrten eine verpflichtende Sunnah ist, für diejenigen, die dazu in der Lage sind.

Folglich ist es nicht nachvollziehbar, wie man heutzutage beobachtet, dass Bedürftige sich deswegen überfordern. Man sieht in diesem Zusammenhang einige, die ein Teil ihres Hab und Gutes verkaufen, wobei sie eher dies am nötigsten haben. Andere nehmen deswegen Kredite auf, wobei sie nicht wissen, wann sie das Geld zurückzahlen können.
Dieses Verhalten lässt sich damit erklären, dass sie dies aus psychologischen Gründen tun, um den Kindern Freude zu bereiten und ihnen Minderwertigkeitsgefühle vor ihren Freunden und Gleichaltrigen zu ersparen. Auch wenn diese Begründung für Manche wegen dem unverhältnismäßigen Aufwand nicht nachvollziehbar erscheint, enthält ein Teil davon ein Stück Wahrheit, insbesondere, was dem psychologischen Aspekt anbelangt, wenn man bedenkt, dass Kinder nicht dazu in der Lage sind, die Bedeutung der schwierigen finanziellen Situation ihrer Eltern zu erschließen. Daher stellen sie sich die Frage: “Warum ausgerechnet wir?”

OPFERTIER FÜR WAISE

Diese Problematik wäre gar nicht da, wäre der aktive und effektive gesellschaftliche Zusammenhalt vorhanden, sodass der Wohlhabende den Bedürftigen unterstützt.So erfahren alle Glück und erst dann fühlt sich keiner benachteiligt.
In diesem Zusammenhang unterscheidet sich die Lage von Waisenfamilien und Witwen nicht von der anderer, auch wenn sie aus psychologischer Sicht bedürftig sind. Dieses Gefühl tritt insbesondere anlässlich des Opferfestes auf, wenn sie sich am Vater bzw. Versorger erinnern, leben die Trauergefühle in ihnen wieder auf und kommt der Gedanke auf: “Wäre unser Vater noch am Leben, hätten wir uns diesbezüglich keine Sorge machen müssen.” Dieses Gefühl spitzt sich zu, wenn sie kein Opfertier bekommen.
Die Festtage, die eigentlich Freude und Glück bedeuten, erleben sie in voller Trauer und Schmerz. Dieses Gefühlt begleitet sie bis zum nächsten Fest.
Aus diesem Ausgangspunkt war der Deutsch-marokkanische Verein seit Gründung stets bemüht, mit all ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, dieser sozialbenachteiligten Schicht

„Waisen und Witwen“ die Freude des Opferfestes auf dem Gesicht zu malen.
Aus diesem Grund wurde die Initiative “Opfertier für Waise” ins Leben gerufen.
Die Bestrebungen des Vereins entspringen seinem Auftrag, dessen Hauptziel ist, das Leid dieser Schicht zu lindern.
Um diese Initiative zum Erfolg zu führen, wurde zu diesem Zweck ein Ausschuss ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe hat sich auf die Fahne geschrieben, sich Wochen vor dem Opferfest in den Viehmärkten umzuschauen, um sich über Qualität und Preise zu erkundigen.
Diese Arbeitsgruppe organisiert und koordiniert die Unterbringung der Tiere vor ihrer Ausgabe bzw. Verteilung an die betreffenden Familien. Die Leitung des Vereins sorgt dafür, der Arbeitsgruppe Listen der Begünstigten bereitzustellen. Dieser Prozess wird 2 Tage vor dem Fest mit den dortigen Sozialhilfeeinrichtungen sowie den zuständigen Behörden koordiniert und ausgeführt.
Der Verein trägt auf dieser Art und Weise auch wenn relativ dazu bei, den Waisen und Witwen die Freude des Festes näher zu bringen.

Herausgegeben von Herrn Muhammad Budkik

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